Archiv des Autors: Ulli

Über Ulli

Stricken, spinnen, sticken, nähen, häkeln: Handarbeit ist meine Welt. Mehr dazu gibts hier im Tagebuch.

Socken und Resteverwertung

Bevor ich Euch meine neuesten Sockenkreationen zeige, muss ich Euch den Fortschritt an der c2c Restedecke zeigen:

8 Patche sind nun fertig, der 9. ist gerade in Bearbeitung. Und die Reste schwinden sehr schnell dahin. Im übrigen gibts zum vernähen nur den Anfang- und den Schlussfaden. Wenn ich während des Häkelns einen neuen Garnrest brauche, dann vernähe ich den Faden des neuen Garns in den Faden des zu Ende gehenden Garnes. Diese Methode nennt sich „Russian Join“ und hält bombenfest. Und wenn ja noch ein Endchen absteht und nicht während des Häkelns verschwindet, dann schneide ich es ab.

Ansonsten hab ich heuer das „Broken Seed Stitch“-Muster für Socken für mich entdeckt. So bekomme ich aus einem Knäuel unifarbener Sockenwolle und einem Knäuel musternder Sockenwolle 2 Paar Socken. Und wenn die Größen klein genug sind, dann kann ich das unifarbene Garn für 3 Paar Socken verwenden. Und weil mir die Unigarne ausgehen, habe ich gestern ein Fabrikpaket bei ~*Zwergers*~ bestellt.

Ich liebe dieses Muster total! Und auch die Socken für das Olympia-Projekt „Sock Hockey“ werden „Broken Seed Stitch“-Socken.

Auch das letzte Paar Socken sollte eigentlich mit dem Muster werden. Die Knäuel (je ungefähr 50 g) hatte ich schon mindestens 10 Jahre (die sind mit umgezogen) in meinem Fundus. Als ich die Banderole aus dem aufgewickelten Knäuel zog, war ich neugierig. „Lornas Laces“ in der Farbe „Bittersweet“. Ich hab dann kurz danach gegoogelt und kurz entschlossen für meinen Schatz absolute Luxussocken mit meinem Lieblingsmuster „Charade“ gestrickt. 100 g dieses Garns kostet ab ca. 25 $! Wahnsinn! Soviel hab ich aber nie für die Wolle ausgegeben, da bin ich mir sicher. Waren die mal vor Jahren in einem Tauschpaket? Keine Ahnung….

Reste und Olympia

Ich hab dann doch nach dem ich den letzten Eintrag gemacht habe, die Links durchgeschaut und aktualisiert. Ihr solltet also unter jedem Punkt auch weiterkommen und nicht mehr in die Leere geführt werden. Wenn noch was fehlen sollte oder Ihr was vermisst, dann sagt in den Kommentaren Bescheid und ich werde sie aktualisieren.

Beim Stöbern durch die Blogs bin ich wieder mal bei ~*Bines Wortgestrick*~ hängen geblieben. Wir beide kennen uns schon fast 17 Jahre durch Internet, Blog, Newsgroups, Mailinglisten und irgendwie sind wir in Kontakt geblieben – jetzt auch dank Facebook. Und bei ihr bin ich draufgestoßen, dass es wieder eine Olympia-Gruppe ~*Ravellenics 2018*~ bei ~*Ravelry*~ gibt. Und da gibt es auch eine Disziplin „Sock Hockey“. Genau meine Disziplin! Ich habe sowieso vorgehabt, dass ich bis in der Woche vor Ostern Socken stricken will, damit ich sie bei dem örtlichen Alters- und Pflegeheim abgeben kann. Die älteren Damen haben doch immer kalte Füße und auch wenn ich noch nicht gefragt habe, ob sie sie haben wollen, probiere ich mein Glück. Ansonsten gibts auch in Kulmbach, wo ich geboren wurde, aufgewachsen bin und auch heute noch arbeite, Altersheime. Zu Weihnachten habe ich über eine Kollegin Socken und Schals an ein Altersheim gegeben und die Heimleitung hätte sich sehr darüber gefreut. Also stricke ich während der Olympischen Spiele Socken.

Und wer viele Socken strickt, hat auch irgenwann genau so viele Reste. Ich sammele die in einer grünen Box und die wurde voller und voller. Ich habe ja auch vor einigen Jahren die „Dicke Decke“ gestrickt und die auch 2016 fertig gestellt. Jaaaa. Ein Foto von dem fertigen Prachtexemplar gibt es noch nicht. Aber sobald das Wetter es im Frühling zulässt, lichte ich die Decke im Garten auf der Wiese ab.

Noch eine „Dicke Decke“ zu stricken hatte ich eigentlich vor. Aber nur kraus rechts ist auch irgendwann langweilig und man muss für eine anständig große Decke (2m x 2m) auch unendlich viele Patche stricken. Und darauf hatte ich so gar keine Lust. Nun hatte ich neulich mal wieder was im c2c-Muster gehäkelt (Foto davon kommt noch) und währenddessen überlegte ich, ob man die Reste auch damit verhäkeln könnte. Und das hab ich gestern ausprobiert.

Sockenwollreste doppelt genommen, Nadelstärke 3 ergeben:

Aus einem Patch wurde ein zweiter, dann ein dritter, dann der vierte wurde heute fertig. Das geht recht schnell und macht Spaß. Die Patche sind auch fester als die gestrickten und die Reste schmelzen dahin. Nun hab ich die Qual der Wahl: weiter Socken stricken oder Reste verhäkeln? Ach ein Quadratchen geht noch. Und dann vielleicht noch eins…

 

Socks forever

32 Paar Socken wurden 2017 fertig. Socken stricken geht immer 🙂 Und das Opal-Abo hab ich ja weiterhin und wird fleißig verstrickt.

Die vorherrschende Sockenwolle und auch mein absoluter Favorit ist Opal, dicht gefolgt von Comfort. Das meiste Muster war das „Charade“-Muster, die abweichenden habe ich jeweils (wenn ichs noch gewusst habe) unter den Sockenbildern vermerkt.

Rückblick

Huhuuuu! Ich lebe noch! Liest hier jemand überhaupt noch mit? Naja, aktualisieren müsste ich hier einiges, z.B. die Links sind teils veraltet und führen ins Leere. Da werde ich mich mal dran setzen. Bei Gelegenheit.

Aber eher wollte ich Euch noch zeigen, was ich seit dem letzten Eintrag geschaffen habe. Es wurden 2017 nicht ein Pulli oder gar Jacke fertig. Aber das Virus „DoubleFace“ hat mich voll im Griff. Eins vorweg: Der Schäfchenschal, der die Leidenschaft entfacht hat, ist auch schon längst fertig, aber in ganzer Schönheit hab ich ihn noch nicht fotografiert. Kommt noch. Aber es ist ja noch andres fertig geworden:

Der Blümchenschal bekam meine Schwiegermama zu Weihnachten, den „Vernetzt“ mein Schatz zum Geburtstag. Die Muster sind jeweils von Pinterest und frei verfügbar.

Das hier ist quasi ein „Eigendesign“. Meine Mama hatte ein kleines dunkelblaues Kissen mit „Aloisius“-Aufdruck. Und da ihr das nicht mehr so sehr gefiel, hat sie sich von mir eine neue Hülle gewünscht. Lange hab ich hin und her überlegt. Eigentlich hatte ich ja vor, das Muster von dem „Counted Sheep Scarf“ abzuwandeln, aber das hat mir dafür nicht so ganz gepasst. Also hab ich ein bisschen gegoogelt, ein Mützendesign gekauft und die Schäfchen für mich abgewandelt. Mama mochte das Kissen gleich! Und ich will mir so was ähnliches auch noch stricken. Da gibts bei uns ein Kisschen mit einem hässlichen Dekor….

Und DoubleFace wird auch noch weiter gestrickt: der „Herr der Ringe“-Schal hats mir angetan mit dem Spruch in elbischer Schrift „ein Ring zu knechten“ (oder so)… Demnächst.

Ansonsten wurde als „Kleinteil-Gestrick“ noch Handstulpen fertig.

Double Face

Die Technik „Double Face“ hat mich schon länger interessiert. Aber ich bin nicht so der Mehrfarbenstricker. Das stricken mit mehreren Farben sieht toll aus, aber ich krieg das absolut nicht hin. Die Spannfäden haben mir immer das Genick gebrochen, da ich zu fest anziehe. Naja, mit Ajour und Zöpfen kann man ja auch genug anstellen 🙂

Irgendwann wurde dann im Facebook gefragt, welche Technik man heuer am liebsten erlernen würde. Ich musste da nicht lange überlegen. Und vor allem sieht man die leidigen Spannfäden auf der Rückseite nicht 🙂 Der Zufall wollte es, dass irgendeiner meiner Facebookfreunde den Link zu einem Schäfchenschal gepostet hat. Schäfchen? Ja!

Ich fragte also über Facebook, ob jemand eine Anleitung für Dummies für diese Stricktechnik hat. Und ja, die gibts. „Einführung in das Double Knitting“ bei Ravelry. Und dann probierte ich los.

Das ganz linke Bild waren meine ersten „Gehversuche“. Ich wollte erstmal die Technik ausprobieren, bevor ich an ein größeres Projekt gehe. Und ich musste auch begreifen, wie ich zählen muss. Das übte ich an dann an den dünnen Schals, die jetzt 2 meiner Teddybären tragen. Jetzt war es Zeit, an das Großprojekt „Counted Sheep Scarf“ zu gehen.

Und soweit bin ich jetzt schon gekommen. Mir gefällt die Technik, auch wenn man wirklich unendlich braucht. Aber das ist jetzt Genußstricken. Und bis ich den Schal wirklich verwenden kann, wirds auch noch brauchen. Gerade steht der Sommer vor der Tür 🙂 Aber das könnte auch was zu Weihnachten für meine Schwiegermutter sein. Nicht gerade mit Schäfchen, aber so ein florales Muster in „Double Face“ würde mir schon gefallen. Für die Schäfchen wüsste ich ja noch einen Fan (gell, Mama?), aber sie verträgt leider keine Wolle mehr auf der Haut. Auch Schals kratzen… Aber irgendwas fällt mir schon alternativ dafür ein 🙂

Tücher

Irgendwie ist das heuer ein Jahr für Kleinteile. Obwohl – Kleinteile würde ich die Tücher nicht nennen. Die dauern teilweise auch ganz schön lange, was auch ab und zu am nicht ganz eingängigen Muster liegt. Aber meine gekauften Bobbel wollen ja auch irgendwann verarbeitet werden. Und irgendwann trau ich mich auch, die Dreieckstücher auszuführen. Gefallen tun sie mir ja schon…

Den „Adamas Shawl“ hab ich vor langer Zeit schon mal gestrickt und das Muster gefiel mir gut. Und so hab ich das Muster direkt 2x gestrickt. Die „Shiloh“ durfte mir die Zeit in Isolation während der Radiojodtherapie versüßen. Ich liebe die MerinoBobbels von ~*Jollyknits*~ einfach. Wie schön, dass ich noch einen weiteren in meinem Fundus habe. Der Loop ist eine Anleitung von Jollyknits, aber ich strick das Muster gerade nochmals, aber mit ein paar Maschen mehr. Dann hab ich auch mehr Luft am Hals 🙂

Socken

Nicht, dass Ihr denkt, ich würde nicht mehr stricken. Das Gegenteil ist der Fall. Heuer ist regelrecht ein Sockenjahr:

Doch ganz schön was fertig geworden. Und das neue Abo mit toller Wolle ist auch schon gelandet.

Tücherbeginn

Das Jahr 2017 steht im Moment unter dem Motto „Tücher“. Als erstes Projekt überhaupt wurde ein Teufelszwirnloop fertig. Foto? Fehlanzeige. Muss ich noch machen. Und dann bekommt die bayerische Polizei – und somit mein bester Ehemann – eine neue Uniform. Und da müssen jetzt schwarze Socken gestrickt werden. Schwarz. Vorgenommen habe ich, dass ich 12 Paare schaffe. Schließlich braucht er ja welche zum wechseln und dann hat er mit 12 Paar wirklich ausgesorgt. 2 Paare hab ich schon gestrickt. Aber schwarz im Winter zu stricken und irgendwie stricke ich die Socken abends im Schein der Stehlampe…. Das zieht sich etwas. Aber Opal ist um Längen schöner zu verstricken als OnLine.

Bunter gehts da schon bei den Tüchern zu. Im November 2016 habe ich den ersten Bobbel (Verlaufsgarn von Lady Dee und anderen) gesehen und gekauft. Und seitdem hab ich diesen „Mangel“ behoben. Ich hab jetzt Bobbel für diverse Projekte. Frau braucht ja Abwechslung.

Als erstes kam ein Design von ~*Steve Rousseau*~ auf die Nadel. Schließlich hab ich diverse Anleitungen gekauft. „Polo“ war mein erster Versuch. Ein bisschen musste ich tricksen, da ich den 1250 m, den der Merino-Bobbel von Yollyknits mit dem Namen „Peacock“ aufweist, nicht ganz getraut habe. So habe ich die Zöpfe am Rand weggelassen. Und so wie es ca. 60 Reihen bis zur Fertigstellung aussieht, habe ich da nicht falsch gelegen.

Das war der Anfang mit den ersten 100 Reihen und nach ca. der Hälfte sah es dann schon so aus:


Und die nächsten Designs sind auch schon ausgesucht: Marco und Jeremy, den ich sogar verlängern kann, so lange ich will.

Und weil ja der „Polo“ schon recht weit ist, habe ich den Baumwoll-Bobbel von Wollzauber73 mit dem Namen „Hoffnung“ mit einer „Stellina“ angefangen.


Mit 2000 m dürfte das ein schön großes halbrundes Schultertuch geben. Ach, ein solches Tuch hätte ich heute auf der Arbeit schon gebraucht. Seit dem 2. Januar 2017 hat es zu schneien angefangen und die Temperaturen rauschten in den Keller. Und im Büro zieht es wie Hechtsuppe. Ich muss schneller stricken und häkeln, damit mir schön warm wird 🙂

2016 – letzte Werke

Jetzt kann ich Euch noch meine letzten Werke aus 2016 zeigen.

Da gäbs einmal Socken

und dann das Mosaic-Kissen für meine Schwiegermutter

und dann ein Teufelszwirn-Loop für mich (Wolle von handgefaerbt.com)

2016 in Langform

Beruflich
Stressig – das war das Jahr zusammengefasst in einem Wort. Eine neue Chefin, ein neuer Kollege, der andere Kollege in Elternzeit und ich war teils ganz schön überfordert. Ich war teilweise diejenige in der Abteilung, auf die alles lastete. Und ich hatte auch den Anspruch an mich selbst, alles zu schaffen und jedes Defizit aufzufangen und das noch ohne Fehler. Das konnte nicht alles gut gehen, aber irgendwie klappte es. Im September habe ich mich dann endlich durchgerungen, hab einen Antrag auf Stundenverkürzung und Teilerwerbsminderungsrente gestellt. Seit 1. November arbeite ich jetzt 5 Stunden am Tag und muss mich noch an den Rhythmus gewöhnen. Und auch der Stress wurde am Ende des Jahres weniger.

Gesundheitlich
Das mit der Gesundheit muss ich noch lernen. Erst ein grippaler Infekt, dann Ausschabung. Dafür sollten dann die Thrombos gesteigert werden, aber was bei 80 % aller Patienten klappt, muss bei mir nicht funktionieren. Da helfen auch Mittelchen nicht, deren Dosis 1000 € kostet. Aber das Klinikum hats dann doch geschafft, dass alles gut ausging. Danach kam eine Blasenentzündung, die einfach nicht von mir wollte. Und dann die Sache mit der Schilddrüse. Meine ganzen „Zipperlein“, die ich alle auf die Tamoxifen (Antihormon aufgrund der Brustkrebserkrankung) geschoben habe, hat eine wild gewordene Schilddrüse ausgelöst. Da gabs dann Tabletten und eine 3wöchige Zwangspause. Und das Thema wird mich auch 2017 begleiten. Der Rauswurf der Schilddrüse steht an.

Persönlich
Privat wars ein sehr ruhiges Jahr. Da hab ich dann mir teilweise die Ruhe geholt, die ich durch meine immer noch nicht gerade stabile Gesundheit und dem Stress im Beruf gebraucht hatte. Und auch das funktionierte heuer nicht richtig. Aber ich weiß jetzt, dass die Nordsee mehr mein Ding ist als Italien.

Handarbeitstechnisch
Fertig wurde heuer einiges: 30 Paar Socken, 2 gehäkelte Beanies, 2 Jacken, eine fertig gestellte Dicke Decke, viele Quadrate an der Mosaic Decke und zum guten Schluss noch ein Loop. Bilder davon bin ich noch teilweise schuldig.