Die Hornhaut-Nekrose

… und die schier unendliche Geschichte um die verpatzte Narkose ist nun endgültig vorbei.

Klammheimlich ist das letzte Stückchen aus dem Auge gefallen, und wir haben es nicht gemerkt. Puschelchen wird auch immer agiler und aktiver. Langsam wachsen auch wieder die Haare an der Kehle, die in der Tierklinik abrasiert wurden, da man kurz vor einem Luftröhrenschnitt bei ihr stand. Das bisschen Trübung versuchen wir mit Salben- und Tröpfchenbehandlung einzudämmen.

Der Tierarzt war jedenfalls hochzufrieden. Er hat heute auch nochmal gesagt, dass Puschelchen keine 2 Tage länger in der Tierklinik überlebt hätte. Und wäre Männe damals nicht nach Nürnberg gefahren und hätte Puschelchen nicht auf eigene Verantwortung die 100 km bis zu unserem Tierarzt gefahren, würde heute kein Perserkätzchen meinen Platz auf der Couch streitig machen. Ich darf gar nicht dran denken, wie Puschel an dem Freitag Nachmittag ausgesehen hatte, als ich sie zum ersten Mal nach dem Narkoseunfall wieder gesehen habe.

Wie haben wir um sie gebangt, dass sie überlebt. Ihr Leben hing wirklich an einem seidenen Faden. Aber dank unseres Tierarztes und seiner Freundin, die sich ausgiebig um Puschelchen bei der Woche Aufenthalt in der Praxis um sie gekümmert hat, ist alles noch mal gut ausgegangen. Und auch Männe und ich haben einen Gutteil zu ihrer Genesung beigetragen. Wir haben Sälbchen, Tröpfchen, Aufbaumittel unserem Puschelchen gegeben, teilweise bis zu 6x am Tag. Männe hat extra damals 2 Wochen Urlaub gemacht, als Puschel wieder bei uns daheim war.

Jetzt muss sie weiter zunehmen, denn 2,8 kg sind bei einer ausgewachsenen Perserkatze, auch wenn sie etwas kleiner als „normale“ Perser ist, einfach zu wenig. Aber wir haben ja das Spezialfutter, das sie gerne futtert und das eine Gewichtszunahme von 400 g ermöglicht hat in einer relativ kurzen Zeit.

Puschel ist eine Kämpferin und hat einen unbändigen Lebenswillen. Und allein dieser Willen hat ihr das Überleben geholfen!

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Datum: Freitag, 2. April 2004 17:22
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