Double Face

Die Technik „Double Face“ hat mich schon länger interessiert. Aber ich bin nicht so der Mehrfarbenstricker. Das stricken mit mehreren Farben sieht toll aus, aber ich krieg das absolut nicht hin. Die Spannfäden haben mir immer das Genick gebrochen, da ich zu fest anziehe. Naja, mit Ajour und Zöpfen kann man ja auch genug anstellen 🙂

Irgendwann wurde dann im Facebook gefragt, welche Technik man heuer am liebsten erlernen würde. Ich musste da nicht lange überlegen. Und vor allem sieht man die leidigen Spannfäden auf der Rückseite nicht 🙂 Der Zufall wollte es, dass irgendeiner meiner Facebookfreunde den Link zu einem Schäfchenschal gepostet hat. Schäfchen? Ja!

Ich fragte also über Facebook, ob jemand eine Anleitung für Dummies für diese Stricktechnik hat. Und ja, die gibts. „Einführung in das Double Knitting“ bei Ravelry. Und dann probierte ich los.

Das ganz linke Bild waren meine ersten „Gehversuche“. Ich wollte erstmal die Technik ausprobieren, bevor ich an ein größeres Projekt gehe. Und ich musste auch begreifen, wie ich zählen muss. Das übte ich an dann an den dünnen Schals, die jetzt 2 meiner Teddybären tragen. Jetzt war es Zeit, an das Großprojekt „Counted Sheep Scarf“ zu gehen.

Und soweit bin ich jetzt schon gekommen. Mir gefällt die Technik, auch wenn man wirklich unendlich braucht. Aber das ist jetzt Genußstricken. Und bis ich den Schal wirklich verwenden kann, wirds auch noch brauchen. Gerade steht der Sommer vor der Tür 🙂 Aber das könnte auch was zu Weihnachten für meine Schwiegermutter sein. Nicht gerade mit Schäfchen, aber so ein florales Muster in „Double Face“ würde mir schon gefallen. Für die Schäfchen wüsste ich ja noch einen Fan (gell, Mama?), aber sie verträgt leider keine Wolle mehr auf der Haut. Auch Schals kratzen… Aber irgendwas fällt mir schon alternativ dafür ein 🙂

Tücher

Irgendwie ist das heuer ein Jahr für Kleinteile. Obwohl – Kleinteile würde ich die Tücher nicht nennen. Die dauern teilweise auch ganz schön lange, was auch ab und zu am nicht ganz eingängigen Muster liegt. Aber meine gekauften Bobbel wollen ja auch irgendwann verarbeitet werden. Und irgendwann trau ich mich auch, die Dreieckstücher auszuführen. Gefallen tun sie mir ja schon…

Den „Adamas Shawl“ hab ich vor langer Zeit schon mal gestrickt und das Muster gefiel mir gut. Und so hab ich das Muster direkt 2x gestrickt. Die „Shiloh“ durfte mir die Zeit in Isolation während der Radiojodtherapie versüßen. Ich liebe die MerinoBobbels von ~*Jollyknits*~ einfach. Wie schön, dass ich noch einen weiteren in meinem Fundus habe. Der Loop ist eine Anleitung von Jollyknits, aber ich strick das Muster gerade nochmals, aber mit ein paar Maschen mehr. Dann hab ich auch mehr Luft am Hals 🙂

Socken

Nicht, dass Ihr denkt, ich würde nicht mehr stricken. Das Gegenteil ist der Fall. Heuer ist regelrecht ein Sockenjahr:

Doch ganz schön was fertig geworden. Und das neue Abo mit toller Wolle ist auch schon gelandet.

Tücherbeginn

Das Jahr 2017 steht im Moment unter dem Motto „Tücher“. Als erstes Projekt überhaupt wurde ein Teufelszwirnloop fertig. Foto? Fehlanzeige. Muss ich noch machen. Und dann bekommt die bayerische Polizei – und somit mein bester Ehemann – eine neue Uniform. Und da müssen jetzt schwarze Socken gestrickt werden. Schwarz. Vorgenommen habe ich, dass ich 12 Paare schaffe. Schließlich braucht er ja welche zum wechseln und dann hat er mit 12 Paar wirklich ausgesorgt. 2 Paare hab ich schon gestrickt. Aber schwarz im Winter zu stricken und irgendwie stricke ich die Socken abends im Schein der Stehlampe…. Das zieht sich etwas. Aber Opal ist um Längen schöner zu verstricken als OnLine.

Bunter gehts da schon bei den Tüchern zu. Im November 2016 habe ich den ersten Bobbel (Verlaufsgarn von Lady Dee und anderen) gesehen und gekauft. Und seitdem hab ich diesen „Mangel“ behoben. Ich hab jetzt Bobbel für diverse Projekte. Frau braucht ja Abwechslung.

Als erstes kam ein Design von ~*Steve Rousseau*~ auf die Nadel. Schließlich hab ich diverse Anleitungen gekauft. „Polo“ war mein erster Versuch. Ein bisschen musste ich tricksen, da ich den 1250 m, den der Merino-Bobbel von Yollyknits mit dem Namen „Peacock“ aufweist, nicht ganz getraut habe. So habe ich die Zöpfe am Rand weggelassen. Und so wie es ca. 60 Reihen bis zur Fertigstellung aussieht, habe ich da nicht falsch gelegen.

Das war der Anfang mit den ersten 100 Reihen und nach ca. der Hälfte sah es dann schon so aus:


Und die nächsten Designs sind auch schon ausgesucht: Marco und Jeremy, den ich sogar verlängern kann, so lange ich will.

Und weil ja der „Polo“ schon recht weit ist, habe ich den Baumwoll-Bobbel von Wollzauber73 mit dem Namen „Hoffnung“ mit einer „Stellina“ angefangen.


Mit 2000 m dürfte das ein schön großes halbrundes Schultertuch geben. Ach, ein solches Tuch hätte ich heute auf der Arbeit schon gebraucht. Seit dem 2. Januar 2017 hat es zu schneien angefangen und die Temperaturen rauschten in den Keller. Und im Büro zieht es wie Hechtsuppe. Ich muss schneller stricken und häkeln, damit mir schön warm wird 🙂

2016 – letzte Werke

Jetzt kann ich Euch noch meine letzten Werke aus 2016 zeigen.

Da gäbs einmal Socken

und dann das Mosaic-Kissen für meine Schwiegermutter

und dann ein Teufelszwirn-Loop für mich (Wolle von handgefaerbt.com)

2016 in Langform

Beruflich
Stressig – das war das Jahr zusammengefasst in einem Wort. Eine neue Chefin, ein neuer Kollege, der andere Kollege in Elternzeit und ich war teils ganz schön überfordert. Ich war teilweise diejenige in der Abteilung, auf die alles lastete. Und ich hatte auch den Anspruch an mich selbst, alles zu schaffen und jedes Defizit aufzufangen und das noch ohne Fehler. Das konnte nicht alles gut gehen, aber irgendwie klappte es. Im September habe ich mich dann endlich durchgerungen, hab einen Antrag auf Stundenverkürzung und Teilerwerbsminderungsrente gestellt. Seit 1. November arbeite ich jetzt 5 Stunden am Tag und muss mich noch an den Rhythmus gewöhnen. Und auch der Stress wurde am Ende des Jahres weniger.

Gesundheitlich
Das mit der Gesundheit muss ich noch lernen. Erst ein grippaler Infekt, dann Ausschabung. Dafür sollten dann die Thrombos gesteigert werden, aber was bei 80 % aller Patienten klappt, muss bei mir nicht funktionieren. Da helfen auch Mittelchen nicht, deren Dosis 1000 € kostet. Aber das Klinikum hats dann doch geschafft, dass alles gut ausging. Danach kam eine Blasenentzündung, die einfach nicht von mir wollte. Und dann die Sache mit der Schilddrüse. Meine ganzen „Zipperlein“, die ich alle auf die Tamoxifen (Antihormon aufgrund der Brustkrebserkrankung) geschoben habe, hat eine wild gewordene Schilddrüse ausgelöst. Da gabs dann Tabletten und eine 3wöchige Zwangspause. Und das Thema wird mich auch 2017 begleiten. Der Rauswurf der Schilddrüse steht an.

Persönlich
Privat wars ein sehr ruhiges Jahr. Da hab ich dann mir teilweise die Ruhe geholt, die ich durch meine immer noch nicht gerade stabile Gesundheit und dem Stress im Beruf gebraucht hatte. Und auch das funktionierte heuer nicht richtig. Aber ich weiß jetzt, dass die Nordsee mehr mein Ding ist als Italien.

Handarbeitstechnisch
Fertig wurde heuer einiges: 30 Paar Socken, 2 gehäkelte Beanies, 2 Jacken, eine fertig gestellte Dicke Decke, viele Quadrate an der Mosaic Decke und zum guten Schluss noch ein Loop. Bilder davon bin ich noch teilweise schuldig.

2016 im Schnelldurchlauf

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
4-5

2. Zugenommen oder abgenommen?
gleichbleibend – so ca.

3. Haare länger oder kürzer?
Meine Haare werden langsam länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger – seit Dezember habe ich eine Lesebrille.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger Geld, da weniger Stunden.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Denselben wie letztes Jahr.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Etwa gleichbleibend wie letztes Jahr.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Nein.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Leider wenigr.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Diverse grippale Infekte, eine Blasenentzündung, die nicht weg wollte, eine Ausschabung und dann die unendliche Geschichte mit der wild gewordenen Schilddrüse

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Schlimm weniger – aber nervig: die wild gewordene Schilddrüse (Morbus Basedow)

12. Der hirnrissigste Plan?
Im Dienst quasi alles allein zu schaffen. Aber manchmal gings nicht anders.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Das Leben ist schon gefährlich genug…

14. Die teuerste Anschaffung?
Gitter für die Fenster.

15. Das leckerste Essen?
Wie auch in den letzten Jahren: Steak mit Folienkartoffeln und Dip. Und indisch in Kulmbach.

16. Das beeindruckendste Buch?
Die „Henkerstochter“-Reihe. Und 2017 erscheint der nächste Teil.

17. Der ergreifendste Film?
Action! Nicht ergreifend.

18. Die beste CD?
Santiano – alle 3. Und am besten ganz lauf aufgedreht beim Autofahren!

19. Das schönste Konzert?
Kein Konzert heuer, aber dafür 2x Musical. „Ich war noch niemals in New York“ und „Aladin“. „Aladin“ war einfach nur genial!

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Arbeiten oder mit meinem Schatz.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit meinem Schatz

22. Zum ersten Mal getan?
Teilerwerbsminderungsrente beantragt

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Die Restwollen-Dicke-Decke endlich fertig gestellt und die Mosaic-Decke weiter gestrickt.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Krankheiten und das Drumherum mit der Rentenbeantragung.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Irgendwie gehts immer weiter.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Zeit mit meinem Schatz

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit, Unterstützung und vor allem – Liebe

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich hab Dich lieb und wir schaffen das alles gemeinsam.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich hab Dich lieb

30. Dein Wort des Jahres?
keins

31. Dein Unwort des Jahres?
Gutachtertermin

Decken-Produktion

Ich hab doch noch ein paar Fotos auf meinem Handy gefunden von meiner Decken-Produktion.

Einmal die „Dicke Decke“ – da war sie aber noch in der Fertigstellung:


Und dann die ersten 3 fertigen Reihen der Mosaic-Decke. Die darf dann irgendwann mal in meinem Auto spazieren fahren:

Socken und so

Jetzt ist wieder einige Zeit vergangen und so einiges hat sich geändert. Ich arbeite jetzt für voraussichtlich ein Jahr 25 Stunden in der Woche. Gesundheitlich gings einfach nicht mehr. Am Donnerstag entscheidet sich dann noch, ob mir demnächst noch ein Klinikaufenthalt bevor steht. Nein, *Otto* ist weiterhin weg, aber die Nachwirkungen von der Chemo lassen mich einfach nicht zur Ruhe kommen.

Aber davon wollt Ihr bestimmt nicht wirklich hören. Ich hab heute endlich mal die Bilder bearbeitet und so gibts Fotos von fertigen Werken.

Im Sommer habe ich von einer Arbeitskollegin Garnpakete für Beaniemützen für ihre Töchter bekommen. Und ein paar Tage später durfte dann der Bär modeln.


Und dann habe ich – wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten – die Sockenproduktion angeschoben. 2 Paar muss ich noch stricken, dann bin ich fertig für heuer.

Ich habe mir, seit dem ich wieder das Abo von ~*Opal*~ habe, vorgenommen, zumindest die 24 Knäuel Sockenwolle, die es jedes Jahr gibt, zu verstricken. Und das hab ich auch heuer wieder geschafft. Und aus den Resten werde ich mal wieder Sockenspiralis für Babys fürs Klinikum stricken. Und aus den Resten von den Resten vielleicht die „Dicke Decke 2.0“ stricken. Die erste ist seit August fertig. Foto von dem Meisterstück? Die ist riesig und am besten im Freien gut zu fotografieren. Nächstes Jahr…

Seid Ihr auch so den Woll-Bobbels verfallen? Ich habe mich bis jetzt gegen den Hype gewehrt, da ich ja keine Tücher stricke. Aber auch ich erlag der Versuchung und Schuld war ~*Steve Rousseau*~. Ich liebe grafische Designs und die Tücher sind für mich ein Traum. Und Schals kann man nie genug haben. Und so hab ich einige Anleitungen gekauft und da passen natürlich die Bobbels dazu *seufz*. Jetzt muss ich nur noch die Socken fertig stricken und dann wird die erste Anleitung ausgedruckt (nur welche? Die Qual der Wahl) und dann gehts los.

Obwohl – da wartet noch eine angefangene Jacke. Da fehlen nur noch die Ärmel und die Ausarbeitung. Und da wären ja noch ausstehende Fotos von 2 fertigen Jacken. Und dann will ich mir mindestens noch einen Pulli stricken. In der aktuellen Knitter ist ein Pulli – eigentlich für Männer – drin. Der gefällt mir supergut. Ich hab da noch einiges vor. Seid gespannt!

*winke* aus dem Off

Oh je, hab ich schon ewig nichts mehr hier geschrieben. Aber kaum hat das Jahr angefangen und man denkt, dass man wieder öfter bloggen könnte (macht ja auch Spaß), da dreht das Leben einfach auf und der Blog gerät in den Hintergrund.

Also, dann mach ich mal ein kleines Resümmee. Im Juni hatten wir Urlaub und irgendwie wollten wir Sonne und Wärme – also ab in den Süden nach Bibione. Aber das war so gar nicht unseres – auch wenn das Eis in Italien einfach phänomenal ist – und auf einem Trip nach Murano machten wir auch eine kleine Rundfahrt mit dem Vaporetto nach Venedig. Und in einer Kirche, wo wir endlich mal so richtig zur Ruhe kamen, kamen wir ins Reden. Eigentlich sind wir doch mehr auf Nordsee geeicht…. Und so fuhren wir über einen kleinen Abstecher zum Gardasee nach 4 Tagen Pause daheim (die Koffer mussten ja schließlich umgepackt werden *hust*) für eine Woche an die Nordsee. Und da wars dann endlich auch sooooo schön! Und in 3 Wochen gehts auch schon wieder da hin 🙂

Stressig wars danach auf der Arbeit. Es ist halt doch was andres, wenn der Kollege, der sich am besten auskennt, in Elternzeit geht und dann auch noch die Chefin Urlaub macht. Mit meinem Kollegen machts zwar viel Spaß zusammen zu arbeiten, aber trotzdem Stress pur. Ich will ja keinen Fehler machen, alles wuppen und am besten alles komplett auffangen, was ja eigentlich noch 2 Vollzeitkräfte machen. Dass ich immer müder, kaputter wurde, habe ich auf diesen Stress geschoben. Und dass ich solche Muskel- und Gelenkschmerzen in den Beinen habe (wenn ich aufstehe, könnte man denken, dass ein Großmütterchen mit 95 Jährchen daher kommt), habe ich auf die Tabletten geschoben, die gegen das evtl. Aufkeimen des Brustkrebses helfen sollen. Die Tabletten waren völlig unschuldig (oder nur zu einem geringen Teil der Beschwerden) – bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass die Schilddrüse völlig durchgedreht ist. Schwups – wurde ich ausgebremst – quasi von 150 % auf 0 %. Krank. Mist. 3 Wochen war ich auf Couch, Stricknadeln und Bücher abonniert. War ja auch schön. Da kriegt man nämlich UFOs fertig. Uralte UFOs.

Gestrickt hab ich derweil nicht soooo viel. Und Fotos gibts noch weniger davon. Aber Mützen, Topflappen und mein 6 Jahre altes UFO, eine Restedecke, ist endlich fertig und ziert jetzt unsere kleine Couch. Ich muss fotografieren. Demnächst mach ichs auch.

Und dann hab ich noch was laufen. Nicht handarbeitsmäßig, aber dann hätte ich vielleicht mehr Zeit dafür u.a. Wenns an der Zeit ist, dann schreib ich hier schon mal drüber.